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Unsere Schule

Ausstellungen

Bolheimer Bibelausstellung

26. September – 2. Oktober 2016
Evangelisches Gemeindehaus Bolheim
Lindenbergplatz 2, 89542 Herbrechtingen-Bolheim

Öffnungszeiten:
täglich 10-12 Uhr und 14:30-18 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Unsere Fachschule gestaltete für die Bolheimer Bibelausstellung einen Raum zum Thema Kinderbibeln. Im Religionspädagogik-Unterricht hat die PiA1-Klasse das Thema Kinderbibeln erarbeitet und ausstellungsreif auf Plakate und zum Präsentieren aufbereitet – unter Anleitung von Pfarrerin Beate Sorg-Pleitner, Direktorin der Fachschule.

Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher haben sich dafür mit folgenden Fragen auseinandergesetzt und die Ergebnisse zusammengestellt - die Kinderbibeln können dann selbst vor Ort begutachtet werden:

  • Seit wann gibt es eigentlich Kinderbibeln?
  • Was sind Kriterien für eine gute Kinderbibel?
  • Warum erzählen wir Kindern biblische Geschichten?
  • Wie erzähle ich einer Gruppe von Kindern eine biblische Erzählung – und was muss ich dabei beachten?

Im Rahmen des Religionspädagogischen Projekttags werden alle unsere Studierenden die Möglichkeit haben, diese Ausstellung zu besuchen. Die Führung übernimmt Reinhard Hosemann, der Kurator der Ausstellung.

Zu den besonderen Ausstellungsstücken gehören originalgetreue Nachbildungen der am Toten Meer gefundenen Qumran-Rollen und des „Codex Siniaticus“, einer Bibel-Handschrift aus dem vierten Jahrhundert. Auf einer Druckerpresse können Besucher einen Bibelspruch drucken oder in der Schreibwerkstatt mit einem Keilschriftgriffel aus Bambus auf Pergament oder Papyrus schreiben.

Werke von Ruth Häcker (1919 - 1991)

Vom 14.-29. Oktober 2015 präsentierte die Stadt Herbrechtingen in Kooperation mit unserer Fachschule eine Kunstausstellung mit Werken von Ruth Häcker. Die Exponate waren im Bürgersaal (Rathaus) zu besichtigen. Die Evangelische Fachschule Fachschule für Sozialpädagogik Herbrechtingen hat einige Exponate ihrer langjährigen Dozentin Ruth Häcker beigesteuert.

Die Heidenheimer Zeitung berichtet über die Ausstellung.

Direktorin Beate Sorg-Pleitner gab in ihrer Einführung zur Vernissage einen Einblick in die Biographie und die künstlerischen Werke von Ruth Häcker (Auszug):

Ruth Häcker verbrachte 35 Jahre ihres Berufslebens in Herbrechtingen an der Fachschule - von 1945, als das damalige ausgebombte Stuttgarter Kindergärtnerinnenseminar auf der Suche nach Obdach hierher nach Herbrechtingen kam, bis zu ihrem Ruhestand. 35 Jahre, in denen diese ungewöhnliche Frau, aus Hessen stammend, hier Heimat fand und auf eine Weise wirkte, die ihr am Ende ihres Wirkens die silberne Verdienstmedaille der Stadt Herbrechtingen eintrug.

Lehrerin am Kindergärtnerinnenseminar: Werken, Zeichnen, Musik und Rhythmik

Es muss ein schwerer Start gewesen sein im Frühsommer 1945. Lina Zeiner, damals noch nicht Direktorin, aber Dozentin am Kindergärtnerinneseminar, versuchte zusammen mit ihrer Kollegin Ruth Häcker das zuletzt von den Amerikanern genutzte ehemalige Erziehungsheim notdürftig für die in Stuttgart heimatlos gewordenen Kindergärtnerinnen in Ausbildung herzurichten. Es fehlte an allem, an Essen, an Wohnlichkeit, selbst das Holz mussten die Schülerinnen mitbringen und auch sammeln. In diesen Zeiten war Kreativität gefragt. Ruth Häcker, dieser so lebensbejahenden jungen Frau, eröffneten sich vielfältige Möglichkeiten, ihre künstlerische Begabung und ihre Kreativität zu leben und die Freude am Gestalten in jungen angehenden Kindergärtnerinnen zu wecken und zu entwickeln. Ein ganzes Schulleben wollte gestaltet werden: Werken und Basteln, Zeichnen und Malen waren ihre ersten Tätigkeitsfelder. Was lag näher als dann auch noch die Festgestaltung zu übernehmen und den Chor zu leiten? Doch nicht genug: Zunehmend war Ruth Häcker auch für den ganzen Ausbildungsbereich Musik und Rhythmik verantwortlich – ein weites Feld, eine immense Aufgabe! Ruth Häcker widmete sich dieser vielfältigen Aufgabe mit ganzer Hingabe.

Sehnsuchtsbilder

Kaum ein Bild findet sich in dieser Ausstellung, auf dem nicht Kinder zu sehen wären. Kinder waren ihre große Leidenschaft. Das Kind in seinem Lebenskreis war eines ihrer zentralen künstlerischen Themen. Der Lebenskreis ist dabei ganz konkret zu sehen auf diesen Bildern, die fast an Mandalas erinnern. Immer wieder finden sich in ihrem künstlerischen Schaffen diese für Ruth Häcker so typischen Bilder von Kindern, die Reigen tanzen um einen Baum, in Tracht gekleidet, umschlossen von einem Kreis, ihrem Lebenskreis. Das heimatlich Bergende solchen Umschlossen-Seins wird sinnenfällig. Fast muten diese Motive an wie Bilder einer auch damals längst vergangenen Zeit und Welt. Sehnsuchtsbilder gewissermaßen. Bilder, die auf ihre Weise erzählen vom verlorenen Paradies, dieser heilsamen und darin heilen Welt in der Gott und Mensch einander im Garten begegnen.