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Unsere Schule

Religionspädagogisches Projekt

Wir treffen uns regelmäßig als Schulgemeinschaft im Foyer, um klassenübergreifend an religionspädagogischen Themen zu arbeiten. Diese Zusammenkunft nennen wir "Religionspädagogisches Projekt". Oft laden wir Referentinnnen und Referenten ein. Die folgenden Berichte geben einen kleinen Einblick in besondere Treffen:

Franz von Assisi mit Kindern entdecken

Im Religionspädagogischen Projekt hatten wir als Thema: Franz von Assisi mit Kindern entdecken. Wir gestalteten den Sonnengesang als Mitte – das Lob Gottes für alles Erschaffene. Der Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi ist ein bekanntes Gebet aus dem 13. Jahrhundert. Der Text preist die Schönheit der Schöpfung und dankt Gott dafür.

Spendenübergabe an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Ulm

Beate Sorg-Pleitner, Ulrike Schmidt-Bommas, Florian Gatter, Judith Kurz.

Ende Mai haben wir die "Nikolausspende" unserer SMV an Ulrike Schmidt-Bommas vom Ambulanten Kinder-und Jugendhospizdienst Ulm überreicht. Nikolaus, weil: Im Dezember haben wir nämlich abgesprochen, dass die Schulgemeinschaft auf ein Nikolausgeschenk verzichtet und das Geld stattdessen spendet. Durch zusätzliche private Gaben und eine Aufstockung durch die Schulleiterin sind nun 450 Euro zusammengekommen.

Der Scheck wurde übergeben von Judith Kurz, Studierendensprecherin aus dem Oberkurs, und von Florian Gatter,  Klassensprecher des Oberkurses.

Was gibt mir Schutz?

Frau Schmidt-Bommas zeigte uns interessante Methoden, mit denen man Kinder in einer Trauersituatipn stärken kann, zum Beispiel indem man ihnen einen kleinen Papierschirm schenkt, wie sie in Eisdielen üblich sind, und dann mit ihnen überlegt:Was gibt mir Schutz? Dieses Schirmchen erinnert sie dann immer wieder daran. Solche Schirmchen brachte Frau Schmidt-Bommas für alle Studierenden mit.

Mit Kindern das Kirchenjahr erleben

Studienleiterin Regina Eisenmann vom Schuldekanat Heidenheim stellte kreative Methoden vor, wie das Kirchenjahr mit Kindern erlebt werden kann. Es entstand ein bunter Kreis, der Kindern hilft, ausgehend von den vier Jahreszeiten auch die kirchlichen Feste und Festzeiten zuzuordnen.

Biblische Erzählfiguren

Im Religionspädagogischen Projekt erläuterte Eva-Maria Karle die Arbeit mit Biblischen Erzählfiguren im Detail. Vorsicht ist beim Drehen des Kopfes geboten: Erst drücken, dann drehen - wie beim WC-Reiniger ... ;-)

Da wir als Fachschule 25 eigene Figuren im Bestand haben, die wir dank finanzieller Unterstützung der Erzieherinnenstiftung erwerben konnten, gab es genügend Figuren, um zu üben.

Passion und Ostern in der Kita

Passion und Ostern - wie kann man das für Kinder unter 3 Jahren anschaulich gestalten? Dazu gab Susanne Niesel, Leiterin des Kinderhauses am Stockbrunnen und Absolventin unserer Fachschule, Auskunft und Anleitung. Wichtig bei den ganz kleinen Kindern: kurze Elemente mit Bewegungen und einfachen  Liedern. Die Aufmerksamkeitsspanne ist noch kurz. Doch so kann es klappen.

Beten mit Kindern: persönlich gestaltete Gebetswürfel

Zum Abschluss des Unterrichtsthemas Beten mit Kindern hat die PiA-1-Klasse persönlich gestaltete Gebetswürfel gebastelt. Die Fotos zeigen: Erst ein Bild mit einer noch nicht ausgeschnittenen Vorlage, dann eines mit einem Würfel, der noch nicht zusammengeklebt ist, sodann ein Bild mit zwei fertigen Würfeln und zum Abschluss eine Aufnahme von vielen fertigen Würfeln in unserem Raum der Stille.

Besuch von den Gideons: Lesen und sich selbst ein Urteil bilden

Prof. H.G Hascher von der Dualen Hochschule Heidenheim überreichte zusammen mit M. Kluge allen Studierenden, die dies wollten, eine Taschenbibel in Jeans-Optik. Lesen und sich selbst ein Urteil bilden ist die Devise der weltweit agierenden Gideons. "Ich bin einzigartig, ein Bild Gottes, wertvoll, ein Unikum" - um diese Grundaussage der Bibel ging es anschließend. Ein Blick in den Spiegel, Strahlen als Symbol der Liebe Gottes,  die jedem und jeder von uns gilt, all dies wurde anschaulich durch die gemeinsam gestaltete Mitte. Herzlichen Dank an die Gideons!

Ökologischer Fußabdruck

Referent Ralf Häußler initiierte ein Spiel zum Ökologischen Fußabdruck.

Ein Spiel zu unserem Lebensstil und seinen Folgen für Jung und Alt: Der ökologische Fußabdruck - darum ging es kürzlich im Religionspädagogischen Projekt. An verschiedenen Tischen hatte unser Referent, Pfarrer Ralf Häußler, Leiter des Zentrums für entwicklungsbezogene Bildung der Evangelischen Landeskirche, Material aufgebaut:

  • Auf wie viel Grad heize ich mein Zimmer?
  • Wie oft esse ich Fleisch?
  • Wie viele Kilometer lege ich pro Jahr mit dem Flugzeug zurück, wie viele mit der Bahn?

Die Studierenden errechneten ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck und entwickelten Maßnahmen, um den eigenen Verbrauch etwas zu senken, zum Beispiel Fahrgemeinschaften bilden für die Fahrt an die Fachschule.

Ebenso stand im Fokus, wie man den Gedanken eines gerechteren Verbrauchs der Ressourcen dieser Welt in der Kita eimbringen kann. Nachdenklich stimmte das Wort eines Bischofs aus Lateimamerika: "Es muss im Norden anders werden, damit es im Süden besser werden kann."

Was wir schon immer über den Islam wissen wollten ...

Das Thema unseres letzten Religionspädagogischen Projekts lautete: Was wir schon immer über den Islam wissen wollten. Referentin Kiymet Erkal von der Moscheegemeinde Heidenheim antwortete kompetent auf die vielen Fragen unserer Studierenden wie zum Beispiel:

  • Müssen auch Kinder im Ramadan fasten?
    Kinder sind im Islam vom Fasten ausgenommen. Jedoch wollen Kinder oft auch das mitmachen, was sie bei den Erwachsenen sehen. Dann muss nach Ansicht unserer Referentin darauf geachtet werden, dass Kinder unbedingt trotzdem genügend trinken und auch mittags in der Einrichtung etwas essen. Sie dürfen dabei unterstützt werden, auf das „Essen zwischendurch“ zu verzichten.

  • Wie werden im Islam Kinder religiös erzogen?
    Religiöse Erziehung im Islam geschieht vor allem durch das Vorbild der Erwachsenen in den Familien. Kinder dürfen zum Beispiel in der Moschee einfach dabei sein und auch die Gebetshaltungen einehmen. Sie müssen nicht beständig still sitzen, dürfen leise herumgehen. Insgesamt hat Islam viel mit Anstand zu tun, der ebenfalls in den Familien vermittelt wird.

  • Wie stehen Sie zu Zwangsheiraten?
    Zwangsheirat fand unsere Referentin nicht richtig und nicht im Einklang mit dem Koran. Der Hintergrund sei eher kulturell als religiös, es käme daher, dass Familien wollten, dass ihr Vermögen in der eigenen Familie bleibe und somit ihre Kinder zwingen würden, einen Cousin oder eine Cousine zu heiraten, damit das Vermögen zusammen bleibt.

Rein in die Trauerpfütze und wieder raus ...

Im Religionspädagogischen Projekt beschäftigten wir uns mit dem Thema: Kinder trauern wie? 

Frau Schmidt-Bommas vom Kinder-und Jugendhospiz berichtete aus ihrer Arbeit.

Ganz wichtig: Ehrlich zu Kindern sein und mit ihnen über ihre Gefühle reden.

Gelernt haben wir auch, dass es bei Kindern Trauerpfützen hibt, sie springen mal eben in die Trauer hinein, sind dann ganz drin, aber ziemlich bald auch wieder in ihrem Alltag beim Fußballspielen oder so. Im normalen Alltag holen sie sich die Kraft, um wieder in die Trauerpfütze zu springen und dadurch mit der Zeit die Trauer zu bewältigen.

Friedenskreuz

Bericht aus der Praxis im Religionspädagogischen Projekt: Zwei Erzieherinnen vom Kinderzentrum stellten uns das „Friedenskreuz“ vor – eine neue Methode zur religionspädagogischen Arbeit mit Kindern.

Fairtrade-Kita: Schöpfung bewahren, gerecht handeln

Wie wird man eine Fairtrade-Kita?

Im Religionspädagogischen Projekt stellten uns Renate Schmidt (Kita-Leiterin) und Karin Wirnsberger (Initiative kikuna e. V.) den Weg zu dieser Auszeichnung vor. Die beiden Fachfrauen präsentierten viele praktische Beispiele aus dem Kita-Alltag, wie sie das Thema „Schöpfung bewahren, gerecht handeln“ mit Kindern umsetzen.

Referentin Renate Schmidt leitet die Kita Dornstadt-Bollingen, die in unserer Region die einzige Fairtrade-Kita ist.

Die Studierenden waren sehr interessiert am Thema und stellten viele konkreten Fragen zu diesem beeindruckenden Engagement.

Godly Play

Gott im Spiel entdecken – godly play: Wie das geht erfuhren unsere Studierenden im Religionspädagogischen Projekt. Meditatives Erzählen einer Geschichte aus der Bibel steht im Zentrum. Doch es gibt insgesamt fünf Phasen, in denen godly play abläuft. Eine tolle Methode, um Kindern ganzheitlich die Bibel nahe zu bringen. Das Thema wurde uns sehr anschaulich präsentiert von unserer Referentin Annegret Pfeil, Religionspädagogin und Fachberaterin.

Eine bunte Treppe gegen Ausgrenzung

Im Religionspädagogischen Projekt Anfang November haben wir uns von einem historischen Datum herausfordern lassen. Anknüpfend an die Reichspogromnacht 1939 machten wir uns Gedanken darüber, wie Ausgrenzung auch an unserer Fachschule vorkommt und was wir vorbeugend tun können.

Alle Beobachtungen und Vorschläge ergeben eine bunte Treppe gegen Ausgrenzung.

„Vorbeugen können wir, wenn wir die Meinung der anderen akzeptieren, eine Gemeinschaft sind und aufeinander zugehen“, steht auf einer der Karten.

Mit Kindern beten

Mit Kindern beten? Klar doch, aber wie? Im Kurs PiA1 haben wir darüber nachgedacht und dann Gebete für Kinder geschrieben: Morgengebete, Tischgebete, Gebete für den Alltag ...

Wenn Luther in die Kita kommt

Im Religionspädagogischen Projekt berichtete Kita-Leiterin Susanne Walzer vom Evang. Kindergarten am Dodelweg über eine spannende Luther-Aktion. Das Thema wurde zum Beginn des Lutherjahrs dort in der Kita durchgeführt. Am Projekttag konnten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher an Stationen selbst erproben, wie man Depeschen versiegelt, wie sich Kleidung aus der Zeit Luthers anfühlt, was die Lutherrose bedeutet und vieles mehr.

Religionspädagogik mit Kindern im Krippenalter

Wie geht Religionspädagogik mit Kindern im Krippenalter? Das zeigte uns Susanne Niesel, Leiterin des Evangelischen Kinderhauses am Stockbrunnen in Herbrechtingen kürzlich im Religionspädagogischen Projekt.

Kinder- und Jugendhospiz

Was tun, wenn Kinder den Tod eines nahen Menschen erleben? Was hilft? Eine Mitarbeiterin vom Hospiz Ulm war im Religionspädagogischen Projekt an der Fachschule zu Gast und referierte über ihr Arbeitsfeld. Gebannt lauschte die Klasse, wie die Arbeit des Kinder-und Jugendhospizes Ulm e. V. aussieht und wie Kinder und Jugendliche in solch schweren Zeiten begleitet werden können.

Biblische Erzählfiguren

Referentin Rosemarie Hägele stellte die Arbeit mit Biblischen Erzählfiguren vor.
Praktische Übung mit den Erzählfiguren.

Im Rahmen des Unterrichts in Religionspädagogik fand ein besonderes Projekt für alle Schulklassen statt. Gastreferentin war Rosemarie Hägele aus Gerstetten, Erzieherin und Kursleiterin für Biblische Erzählfiguren. Sie stellte die Arbeit mit Biblischen Figuren im Bereich von Kindertageseinrichtungen vor.

Als Beispiel erzählte sie die Geschichte der Kindersegnung aus der Bibel und stellte sie mit den Figuren dar. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler ausprobieren, wie sich mit den biegbaren und dennoch standfesten Figuren Gefühle ausdrücken lassen. Da die Figuren kein gestaltetes Gesicht haben, können sie jede Gefühlslage verkörpern. Für die praktische Übung brachte die Referentin rund 50 Figuren und Gestaltmaterial mit.

Beispiele für Aufgaben mit den Figuren waren:

  • Zwei Freunde, die sich lange nicht gesehen haben, treffen sich unerwartet wieder.
  • Einer tröstet den anderen.

Beate Sorg-Pleitner, Direktorin der Fachschule, freute sich über diesen besonderen Projekttag: "Frau Hägele ist frühere Absolventin unserer Schule. Wir freuen uns sehr, dass wir das Know how unserer Ehemaligen für unsere jetzigen Studierenden erschließen können."